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»Mein Roboter macht Obstsalat«

”Oder die (ewige) Suche nach Einfachheit1 - oder vom Versuch, dreißig Jahre Design&Rock’nRoll in eine Webseite zu packen! Freue mich, das Sie meine Page besuchen - auch wenn diese bis Ende Mai’18 sicher noch eine Baustelle bleibt. 2017 stand ganz im Zeichen des wilden roten Hahnes. Nach intensiver Beratungsarbeit für Brands aus der internationalen Industrie und einem neugierigen Deepdiving in unsere nahe Zukunft (Stichwort - Mein Roboter macht Obstsalat) und einem »Foresight Mindseting« bin ich jetzt wieder auf dem Markt;-) Ich freue mich auf neue Aufgaben!



muramor
Design Brand Art Consultant


Roger Bröchler
Kronprinzenstraße 55
40217 Düsseldorf
0170 [strich] 2840161

info [at] muramor.de
www.muramor.de

Roger Bröchler

KINEN, KOHLER, KEUCO
They called me »Superplumber«


Guangdong Kinen Sanitary Ware Industry Co, China**
Corporate-Design, Wording, Operating Instructions, Database-Published Catalog, ISH2017, CantonFair2017

sam/saf sanitary group | Menden | Leipzig**
Communication-Management, SAF Logo & Storytelling mit Stefan Schuster von textverkostung.de, History

KOHLER Wisc. USA, one of the WorldLeader for Kitchen&Bath presents…**
Modulo Universal Box - reinventing the box
Faucet Series Aleo Aleo+ presented by Mark Bickerstaffe
ProductionManagement, POS-Displays, Packaging- and CorporateDesign, Videos, Storyboards, Photoshooting, MarketLaunch EMEA&APAC

KEUCO, Hemer
Produktion und Produktionsleitung ISH Messe, Buch »Quintessenz - Die Schönen Dinge des Lebens.«

**Consultant for bdax design and PMA, Düsseldorf


WILLKOMMEN
IN NRW.
SIE HABEN IHR ZIEL
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WELCOME
in NRW

NRW-Tag-Logo
NRW-Tag-Logo Standarte

CorporateDesign »NRW-Tag«


Roger Bröchler
Roger Bröchler

CorporateDesign, Orientierungssystem und Produktionen »bonn2011«


Roger Bröchler
Roger Bröchler

CorporateDesign, OpenAir-Multimedia, Orientierungssystem, Produktionen »50 Jahre NRW« und »60 Jahre NRW«


WILLKOMMEN IN NRW.
Sie haben Ihr Ziel erreicht!*


Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen

»NRW-SOMMERNACHT 2015«
Corporate-Design, Plakat

bonn2011 - Tag der Deutschen Einheit 2011 | NRW-Tag
Design, Beratung, Planung, Produktion & Bau des Orientierungssystems auf 26 codierten, 4 seitigen je 6m hohen LAYER-PA-Wings auf dem Festgelände. Bauen und staunen;-)

2007 - 2011
Nordrhein-Westfalen Tag in Paderborn, Wuppertal, Siegen, Bonn
CorporateDesign des Nordrhein-Westfalen Tag 2007 in Paderborn
Offizielles Logo, Standarte und Veranstaltungsbetreuung des Landes Nordrhein-Westfalen
Bühnendesign und -Produktion



2006 - 2009
Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen
ArtDirection und Produktion der Festschriften, 2007 bis 2009

Peterburger Convention
ArtDirection und Produktion der Dokumentation

Kulturbauten in NRW
ArtDirection, Reaktion und Produktion der Dokumentation
Zusammenarbeit mit Dr. Frank Meyer-Solck

Landesvertretung NRW in Brüssel
ArtDirection und Produktion

WIR IN NRW
CorporateDesign, Plakat

Willkommen in NRW - Sie haben Ihr Ziel erreicht!
CorporateDesign, Wording, Entwurf Autobahn- und Bundesstraßenplakate

Düsseldorfer Gespräche
CorporateDesign, Event, Einladung und Programmheft



2000 bis 2005
MEDIENTREFF NRW
CorporateDesign, Events

NRW Kamingespräch
CorporateDesign, Event

BürgerCenter NRW
CorporateDesign, Entwurf

Mediennacht im K21
CorporateDesign, Event, Bücherwand
Talkende mit Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt, Ministerpräsident Peer Steinbrück.
Moderation Prof. Ulrich v. Alemann



1999
Bonn International
CorporateDesign, Event in den Rheinauen von Bonn

1996
Multivision »Kult-UR-Sprung«
Open-Air im Ehrenhof, Düsseldorf im Rahmen der
Landesjubiläum Nordrhein Westfalen, 50 Jahre NRW
Landesgeschichte auf einer über 100 Meter langen Projektionswand mit 8 PANI Compact Scroller CS 70
Künstlerische Zusammenarbeit mit Kane Kampmann und Fernando Toma, Köln

*Consultant for bdax design, Düsseldorf

MENSCHEN
BIERE
SENSATIONEN*

RocknRoll

Roger Bröchler
Roger Bröchler

RUHR2010 - Produktionsleitungen

Roger Bröchler

Menschen, Biere, Sensationen.
Kommunikation im Raum*


Grüne Hauptstadt Europas - Essen 2017
»Tag der Bewegung« 2. Juli 2017
Sperrung des Innenstadtring in Essen, 3 km Veranstaltungsfläche
Orientierungssystem, Production und Produktionsleitung

Wanderweg BaldeneySteig
Ausstattung

co² Footprints anlässlich der Presentation zum Weltklimagipfel in Zeche Zollverein
Production, Requisite

Bewerbung und Bereisung der Jury zur Vergabe der Landesgartenschau im Jahre 2020
Gemeinsam mit Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten wollte die Emschergenossenschaft in Essen die Landesgartenschau 2020 ins Revier holen.
Die Bewerbung unter dem Motto »Emscherland 2020 – Wasser, Wege, Wandel« erfolgte gemeinsam mit den Städten Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten. Dreh- und Angelpunkt der Bewerbung war die Renaturierung des Emscher-Systems, deren Fertigstellung im Jahr 2020 mit einem großen Ausrufezeichen – und eben der Landesgartenschau im Revier – gefeiert werden sollte.
Präsentation/Bereisung war am 20.10.2015 – leider nicht gewonnen. Gratulation an die Kollegen in Kamp Lintfort!
Produktionsmanagement, Event

50 Jahre Ruhr-Universität Bochum (RUB) – 50 Jahre Universitätsstadt.
Die BlauPause war einer der Höhepunkte im Jubiläumsjahr. Im Anschluss an den zentralen Festakt am 6. Juni kamen hier Bochumer Bürgerinnen und Bürger, Studierende, Alumni, Vereine, Initiativen und Hochschulen zusammen, um gemeinsam zu feiern.
50 Jahre Ruhr-Universität Bochum (RUB)
Orientierungssystem, Production und Produktionsleitung

RUHR.2010 Kulturhauptstadt Europa
Haldensaga für RUHR.2010 »Nachtwanderung für Städtebewohner«
Planung und Bau des Orientierungssystem und Orga SiteCrew für tausende Nachtwanderer, zwölf Stunden lang, vom Abend des 23. Juli 2011 über den Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang.
480 km Wanderwege über 8 Halden in Neukirchen-Vluyn, Moers, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herten und Bergkamen.
Die Strecken variierten zwischen 13 und 21km bei 29 unterschiedliche Touren.
www.haldenwandern.de

Präsentation der RUHR.2010 auf ITB Berlin 2009
Eröffnung Zeche Zollverein
»Still-Leben« Ruhrschnellweg A40 - 60 km Autobahn Sperrung
Artikel Filemaker »Datenbankbasiertes Publizieren von 1.200 individuellen A0 Schildern und 22.000 Aufklebern«
Kollaboration mit bdax
Finale Zeche Nordstern, Gelsenkirchen
Design, Bau und Produktionsleitung für Kulissen, Requisiten, Orientierungssysteme

IBA Internationale Bauausstellung Emscher Park GmbH
Produktion LocationSchuber »Sets&Events« im Ruhrgebiet

Finale und Ausstellung in der Kraftzentrale, Landschaftspark DU-Meiderich
Design für Miquel Navarro, Erwin Heerich, Katsuhito Nishikawa



2007 bis 2018
Jahresempfang der IHK zu Düsseldorf im MARITIM
Produktionsleitung und Eventbetreuung, LED-Displaybau

175 Jahre IHK zu Düsseldorf
Produktionsleitung und Eventbetreuung



KA300 - Karlsruhe Anniversary
Draisinenrennen in Karlsruhe am Fr, 17.07.2015 - So, 19.07.2015
Zu Ehren von Karl Drais, dem Erfinder der Draisine, ist das Draisinenrennen fester Bestandteil der Stadtgeburtstagsreihe. Dazu wird ein Parcours auf dem Schlossplatz eingerichtet, auf dem Besucher ihren Sportsgeist auf einer der beliebten Draisinen, dem Vorläufer des Fahrrades, unter Beweis stellen.
Corporate-Design, Logo

Opening zu KA300 - 300 People in the Karlsruhe Schlossgarten
video and pics here #‎KA2015 zu #‎KA300
ProductionManagement von 300 FlipCards mit abgepasster Vorder- und Rückseite



FERROPOLIS – Stadt aus Eisen
Die Baggerstadt »FERROPOLIS« entstand aus einer Idee von Martin Brück und Rainer Weisbach, Stiftung Bauhaus Dessau unter der Leitung von Rolf Kuhn.
Zunächst geduldet, aber dann auch aktiv mitentwickelt von der Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (MBV), namentlich Klaus-Dieter Bilkenroth, Peter Tropp, Thomas Worms und Gerhard Streiber und – für die Eisenbahn – Wolfgang Vorpahl.
Mit gedacht und mit »geschützt« haben das Projekt Klaus Schucht und Heidrun Heidecke
sowie Karl Ganser.
Die Phase der Entwicklung vom »Konzept« zum realisierungsfähigen Vorhaben im Rahmen der EXPO-Korrespondenzregion Sachsen-Anhalt haben neben den oben genannten Uwe Giebeler, Jonathan Park, Iris Reuther, Sonja Serafin, Joachim Opitz, Uwe Schuppan, Gerhard Seltmann, gestaltet. Immer wieder mitgeholfen haben Beschäftigte des Bauhauses, Bergleute der MBV und der ABS, TeilnehmerInnen der »Spaziergänge« in dem Tagebau Golpa-Nord und die BesucherInnen des »Aktionstages« vom 16./17. September 1995.
Redaktion, CorporateDesign und Produktionsleitung der Dokumentation
Eröffnungsplakat in Zusammenarbeit mit Prof. Fons Hickmann, Berlin

*Consultant for bdax design, Düsseldorf


Roger Bröchler
Roger Bröchler

Replik für das Haus der Geschichte, Bonn


Tagebuch: Vom Löten und Rosten, oder Edelrost, frisch aus dem Drucker!
Unsere Replik für das HDG - Haus der Geschichte in Bonn


Tagebuch: Vom Löten und Rosten, oder Edelrost, frisch aus dem Drucker!
Unsere Replik für das HDG - Haus der Geschichte in Bonn

Zur Vorgeschichte:
In Bremen steht das 1909 erbaute und im Krieg teilzerstörte Deutsche Haus in Bremen mit der Inschrift: »Gedenke der Brüder, die das Schicksal unserer Trennung tragen!« Diese Mahnung des ehemaligen Bürgermeisters Wilhelm Kaisens auf dem denkmalgeschützten Haus ist seit 1955 auch nach der Wiedervereinigung erhalten geblieben. Diese Inschrift wurde im März 2011 für ein Jahr an das Haus der Geschichte in Bonn verliehen und Mitte April 2012 zurückgegeben und am 10. Mai 2012 in Bremen wieder aufgehängt. Foto: URBAN ARTefakte

Bremen Marktplatz Original

Auftrag war, das Original, welches an das »HDG - Haus der Geschichte« in Bonn ausgeliehen war, möglichst originalgetreu nachzubauen.
Wir hatten knapp einen Monat Zeit, denn der Rückgabetermin des Originals nach Bremen stand bereits an.

Bauzeichnung Typo

Am Anfang stand das Wort.
52 Buchstaben, 17 unterschiedliche Typen plus Ausruf, Komma und zwei Punkte.
453 mm hohe und 26 mm starke Versalien, gelötet aus 0,7 mm starkem Zinkblech. Und nach 55 Jahren an der Bremer Fassade, so richtig verwittert. Es gab sogar einen Fleck von einer ?Tomate?
Meine umfangreichen Recherchen nach der Herkunft der Schrift blieben erfolglos. Anrufe bei alten Bremer Handwerkern, Kunsthandwerkern und Nachfragen, selbst in internationalen Typoforen schloß ich ohne eine weitere Erkenntnis ab. (Nachtrag Juli 2012 > Nach weiteren Recherchen fand ich noch die obigen Bauzeichnung im Bremer Bauamt. Sie wurde mir freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.)

Original Buchstaben 1

Es bleib uns also nichts anderes übrig, als auf einem Steiger 7m hoch im Haus der Geschichte in Bonn das Original 1:1 abzufotografieren. Buchstaben für Buchstaben. Da war aber schon klar - das wird kein Auftrag wie jeder andere! Freude kam über die anstehende Arbeit auf.

Original Buchstaben 2

Nicht nur das jeder Buchstabe eine andere Verwitterungsstruktur hatte, die ich ja erhalten wollte, sie waren auch alle sehr individuell. Zum Zeitpunkt der Erstellung im Jahre 1955 waren die Möglichkeiten eben nicht die digitalen von heute. Es wurde mit Pauspapier und Blechschere gearbeitet. Den Verwitterungszustand wollte ich wohl erhalten, jedoch den anstehende Wasserschnitt der Buchstaben wollte ich nicht auch noch individualisieren.

Original Buchstaben 3

Der Gitterrost hält die Buchstaben wie ein Grundraster. Sie sind beidseitig gelocht und einzeln mit einfachem Bindedraht »angerödelt«. Teilweise waren die Löcher über die Jahre ausgerissen und von Hand nachgearbeitet worden. Das gab dem ganzen eine weitere lebendige Patina. Das Ausrufezeichen, die Punkte und das Komma wurden teilweise frei mit Draht fixiert. Das haben wir versucht, exakt nachzuarbeiten.

Zurück im Atelier in Düsseldorf wurden alle Dateien in Photoshop erst mal übereinander gelegt. Die Mittellängen variieren, das wurde natürlich so übernommen, denn es macht die Lebendigkeit der Typo aus. Insbesondere am grossen N war auffällig, das es aus dem kleinen n konstruiert wurde. Es liefe sonst sicher zu breit durch den diagonalen Mittelsteg.

Vektor Gedenke der Brueder

Zum Abschluß der Büroarbeit die Kür in Illustrator CS6. An ein paar Schriften hab ich mich in der Vergangenheit ja schon versucht. Noch mit Fontographer 2.0 und an einem MacII… Lang her. Erst die eigene Handschrift eingescannt, dann Unterschriften berühmter Künstlersignets von ihren Bildern abgenommen und das Alphabet vervollständigt. War auf jeden Fall immer eine sehr umfassende Arbeit. Obwohl ich mit Geduld ausgestattet bin, war das aber nie so richtig meins…
Jetzt aber und hier bei dieser Arbeit habe ich den praktischen Einsatz direkt vor mit gesehen. Hat mal wieder so richtig Spaß gemacht.

Vektor Das Unser Schicksal

Ein paar feine Unstimmigkeiten hab ich drin gelassen. Das U und das N sind nur gedreht, war aber schon im Original so… Ich könnte mir auch vorstellen, die fehlenden 11 Buchstaben des Alphabetes einmal anzulegen. Wär doch mal was. Ich würde sie Bremen55 nennen… Vielleicht bekomme ich aber auch noch raus, wer sie im Original angelegt hat!

Vektor Trennung tragen

Vier Buchstaben hatten noch Platz für den eigenen Firmennamen. Alles wurde 1:1 und im Format 2.000x1.000 mm abgelegt und nur als Kontur definiert.
Anschliessend der pdf-Export und ab zum »abrasiven Wasserschnitt« zu cutall nach Erkrath.

Typo Loeten 1

Keine zwei Tage später hatte ich sogfältig verpackte Buchstaben im Kombi. Die Spannung stieg beim Auspacken weiter…
Die Buchstaben waren aus den Titanzinkblechen scharf und sauber ausgeschnitten. Selbst die Kanten waren von Hand noch einmal von cutall nachgeschliffen! Das nenn’ ich Service.
Das gesamte Material (Zinkbleche und Stahlmaterial) haben wir bei ProKilo in Düsseldorf geordert, welches auch schnell mit einem riesigen Laster von der Zentrale aus Köln direkt in die Werkstatt von Marcus nach Wuppertal angeliefert wurde.

Typo Loeten Spots

Die Wangen, also die Tiefe der Buchstaben hatten wir uns aus 26 mm breiten und 2.000 mm langen Streifen vorschneiden lassen und so saßen wir jetzt vor einem kleinen Berg Buchstaben und vielen Metern Blechstreifen. Daraus sollten einmal 52 Buchstaben plus Zeichen werden? Wir begannen mutig, ausgestattet mit 80 Watt Lötkolben, Lötwasser, 5 Kilo Lötstangen und einem fernen Ende vor Augen…

Typo R

Es zog sich gefühlsmäßig hin - doch es ging einfacher als gedacht. Ich hatte für jeden Buchstaben mehr Zeit eingeplant und so waren wir zu dritt schneller fertig. Das überraschendste aber war für mich, das ich durch meine vielen Jahren am Rechner mit Freehand, später Illustrator die »Bezierkurven & Knotenpunkten« der Lötung ganz automatisch verstand.
Umso weniger Punkte an der richtigen Stelle und umso sauberer wurden die Radien. Wir haben uns kleine Ecken vom Lötzinn abgeschnitten, die Stelle mit dem Lötwasser startklar gemacht (ohne ging gar nix) und dann ging es ohne Angst in die nächste Biegung. Das war Arbeit mit Erfolgsgarantie. Herausforderung war dann, mit möglichst wenig Schritten um einen ganzen Buchstaben zu kommen… Oder am effektivsten schwierige Ecken zu meistern!

Ready-Made oder Art-Brut!

Ready-Made oder Art-Brut! Unser Arbeitsplatz nach drei Wochen löten.

Typo Konstruktion

In Gedanken waren wir natürlich auch bei den Oberflächen. Wie kommt die optimale Rostanmutung auf die Buchstaben…?

Rahmen schweissen

Unterdessen bauten wir den ca. 5x2 Meter großen Gitterrost auf. 21 vertikale und 16 horizontale Rundstähle. Abzulängen und zu fixieren waren 15 Meter L-Profil und 180 Meter 6 mm Rundstangen.
Das sollte einmal das Grundgerüst werden! Im Bild noch die Hilfsdiagonale zum sichern des rechten Winkels. So müssen die Pyramiden gebaut worden sein!

Rahmen schweissen 2

An der rechten Seite des Objektes gibt es zwei senkrechte fette Stahlelemente von 40x10 mm Stärke. Die Funktion ist nicht klar - für die Funktionalität sind sie nicht nötig. Sicher dekorativer Natur.

Marcus Flex

Die Gesamtkonstruktion ergab ca. 340 Kreuzungspunkte. Wir entschlossen uns, nur jede zweite zu verschweissen. Nach Vorschrift hier Meister Marcus mit Hör- und Augenschutz.
Nicht ganz konform - ohne Handschuhe. Waren sonst aber auch dabei… Den gesamten Rahmen konnten wir praktischer weise in seiner Werkstatt auf einer Hebebühne bearbeiten. Das war natürlich ein Leichtgewicht mit ca. 180 kg auf seiner Bühne, aber ungemein praktisch im Zugang an den Punkten.

Erste Legeprobe DER

Eine erste Legeprobe der noch unlackierten ersten Buchstaben auf dem unpräparierten Gestell. In der Mitte sichtbar der Bügel gegen das Durchbiegen durch das Eigengewicht des Stahlrasters. Sah aber alles schon mal ganz nah am Original aus. Jetzt musste es nur noch 55 Jahre »altern« - in zwei Wochen…

Vorbereitung Lackierung

Den Rahmen haben wir zunächst in dem vom Original abgenommenen Ton lackiert, (wie Pantone 425) und anschliessend noch mit Stahlwolle mattiert. Noch ohne den Patinafaktor mit selbst gezüchtetem Rost.

Lackierfertig TYPO

Hier die fertigen Buchstaben, fein sauber geschichtet und fertig zur Grundierung und Lackierung. Die Kanten haben wir noch mit der Eisenfeile und Sandpapier nachgearbeitet, weitestgehend konnten wir aber auf ein sauberes Richten der Buchstaben verzichtet. Später müssen sie alle von Hand noch »verbogen« werden. Eben 50 Jahre Open-Air Rock’ Roll!

Lackierung Vorbereitung

Trotz aller gewünschten Patina, ohne Sauberkeit geht beim Lackieren nix. Also erst mal der Staub runter und evtl. Feuchtigkeit. Teilweise hatten wir nur ca. 4 Grad auf der nach unten offenen Wetterskala in der Werkstatt…

Lackierung Vorbereitung Absaugung

…auch hier ein ordentlicher Arbeitsplatz mit Profi-Absaugung nach unten.

Grundierung Typo

Sicher hätten wir die Farbe auch von Hand aufbringen können. Sowohl der Betrachtungsabstand, als auch die »historische« Weiterverarbeitung hätte es verziehen. Aber auf eine saubere Grundierung und einen professionellen Farbauftrag wollten wir dann doch nicht verzichtet. Das Objekt wird wohl nie der Witterung ausgesetzt werden, aber vielleicht werden die beiden Arbeiten in 50 Jahren einmal getauscht werden müssen…

Typo Grundierung Start

Einen herzlichen Dank noch einmal an Heinz. Aber, die Lackierung wurde viel zu schön…;)

Grundierung Nahaufnahme

Zinkgrundierung plus RAL 9001, entspricht etwa Pantone CoolGrey1. Aber davon bleibt ja nicht so viel, denn es kommt ja…

Rostzuechtung Ratten Stahlwolle Essig

…der Rost! Wir haben ihn selbst gezüchtet, aber als auch als fertigen Rost-Lack gekauft. Damit motzen die Jungs ihre sogn. »Ratten« aus, das sind die auf alt getrimmten Autos mit originalem Rost! Auch im Modellbau wird damit viel experimentiert. Bei der langen Recherche der Materialien hab ich auf jeden Fall wieder viel gelernt! Ich sag nur Essig und Stahlwolle unter Luftabschluß - gibt die beste Plempe!

Rostzuechtung Ecke modeliert

Hier die linke untere Ecke in einem frühen Stadium. Hier befand sich eine alte Verschraubung, die heute nicht mehr genutzt wird, aber die Öffnung sollte schön »gebraucht« aussehen. Zunächst haben wir mit einem Acrylgel ein wenig modelliert und dann den Rost entstehen lassen… Der helle Streifen am Rand des L-Profils simuliert ein wohl ehemals angeklebtes Tape, welches einmal zur Abdeckung des Originals dort angeklebt wurde. Nach der Entfernung blieb Kleber hängen. Haben wir mit einer halbtrockenen Rolle simuliert.

Rostzuechtung Kreuzungspunkt

Die Schweißpunkte wurden natürlich auch mit Rostfarbe und reinen Rostpigmenten belegt. Nachdem wir die erste Scheu abgelegt hatten, damit umzugehen, lief es wie von selbst.

Traeger Rostpunkte

An den beiden seitlichen Trägern gab es im Original auffällige Aufblühungen von Rostpunkten. Hier modelliere ich gerade mit einer Craquelé-Paste nach Vorlage die Basis an der Replik bevor diese auch noch lackiert und präpariert wurden.

Autoladung

Die Buchstaben waren fertig und gingen dann sortiert und nummeriert zur Weiterverarbeitung. Zunächst wollten wir die »gealterten« Oberflächen mit einer Kombination von Reisslack und aggressiven Lackzuständen anlegen. Wir haben auch mit Knochenleim, Wasserglas und den verschiedenen Kombinationen experimentiert. Dann kam uns die glorreiche Idee, die Oberflächen mit dem jeweiligen Originalbuchstaben entsprechend im DirektDruck (Plattendruck) zu simulieren. Die Dateien hatte ich ja und mit ein wenig Weiterverarbeitung konnte ich diese als Druckdateien nutzen. Der erste Test verlief vielversprechend.

Typo im Buero

So ausgebreitet sahen sie alle ein wenig technisch aus. Sie müssen jetzt ganz schnell altern… Aber schön sind sie schon!

Typo im Buero gestapelt

An den Wangen gut sichtbar die Löcher für die Befestigung. Rund um die Löcher und insb. die Seiten müssen wir noch von Hand »altern« lassen. Hier werden wir mit Rost-Schwamm und Dispersionsfarbe noch was auftupfen. Jetzt ab zum Druck…

Secrets Rost aus dem Drucker

Das erste Druckergebnis überzeugte uns. Den Effekt hatte ich mir so gewünscht. Roststellen und Abplatzungen auf der Oberfläche sahen realitätsnah aus. Und so war gewährleistet, das wir den Originalzustand wirklich simulieren konnten. Besser gehts nimmer. Jetzt noch den Rand ein wenig präparieren und dann konnten wir in der kommenden Woche in Ruhe die Buchstaben »anrödeln«!

Rost aus der Faelscherwerkstatt

Hier einen Augen-Blick in die »Fälscherwerkstatt«. Druck auf der Frontseite top, aber auf den Seiten und überhaupt mussten die Buchstaben noch lebendiger werden. Die angesetzte Rostplempe hatte bereits Feinstaub abgesetzt. Den hätten wir jetzt noch trocknen können und mit Leinöl versetzen. Das ist abriebfest, glänzt aber leicht. Wollten wir nicht riskieren - wir waren ja froh, das es »used« aussah. Oder das Material direkt fett&feucht auflegen, leicht antrocknen lassen und wieder partiell abreiben oder tupfen. Das wars! Sah gut aus und wir sahen sofort, wie es wird!

Roedeldraht am Raster

Jetzt sah alles nach einem entspannten Finale beim »Altern« aus. Als Rödeldraht haben wir unterschiedliche Möglichkeiten durchgespielt und uns dann für den lackierten 1mm Bindedraht entschieden. Dann wieder ein klares Plus für die Hebebühne von Marcus. Beim Über-Kopf-arbeiten wurden uns wohl die Arme schwer und der Nacken krumm, aber zu zweit ging es wirklich flott, jeder 100 Knoten.

Roedeldraht finish

Hier die unlackierte Ansicht des Drahtes und die gealterte Flanke des Buchstabens T. Die FixPunkte der Buchstaben waren jeweils nur die horizontalen Stege des Rahmens in einem fixen Raster. Das machte das Ausrichten für uns einfach. Die genauen Positionen haben wir vom Original abgenommen. Und als Ansicht hatten wir hierzu einen hochaufgelösten Ausdruck im Format 240 x 80 cm. So konnten wir uns auch hier an das Original halten.

Story of Typo

Jeder dieser Buchstaben konnte nun seine Geschichte des Entstehens erzählen. Und jeder ist für sich schön.

Before Transport

Und schön alt! Sicher gibt es unterschiede zum Original. Aber die Kombi des originalen Rahmenmaterials mit der Materialität der Buchstaben und des Direktdruckes mit dem individuellen Rostauftrag lässt das schon wirklich »alt« aussehen. Bin gespannt auf die Wirkung auf der Wand. Das Original war inzwischen bereits abgenommen und nach Bremen versendet worden.

Rostecke Fake or Original?

Jetzt sah ich überall nur noch Rost

T with Roedeldraht

Das gereifte T mit einer Mischung aus gezüchtetem Rost und ein wenig Knochenleim. Gab dem Ganzen nach der Trocknung auch noch ein wenig halt…

Kurz vor Apfelpfannkuchen

Plötzlich hatten wir den Eindruck, das wir fertig waren. Jedes mehr wäre ein zuviel gewesen. Wir umliefen die Arbeit unserer letzten Wochen mit einem »mmmmh« und »naja«, hielten den Kopf mal drunter und mal drüber, waren unentschlossen über den plötzlichen Zustand… Unsere Starre wurde von einer Einladung zu einem leckeren Apfelpfannkuchen gelöst…

Gedenke der Brueder die das Schicksal…

…vielleicht würden wir sonst heute noch tupfen. Ist jetzt fertig.
Am Montag, 14.05.2012 gings dann ab nach Bonn ins HDG…

Schattenspiele

Und plötzlich klarte der Himmel auf und es wurde zum ersten Mal so richtig warm in der Werkstatt und brachte schöne Schattenspiele.

7,5 Tonner

Den 7,5 to. hatten wir praktischerweise direkt in Wuppertal gemietet. Kleiner ging es nicht, wir wollten ja liegend transportieren.

…on the way to Bonn!

Zunächst Rückenschonend auf den vier Rollen (Oliver Dank) über den Hof bis zum LKW.

Ladebordwand

Den hatten wir uns mit Ladebordwand geleistet, sollte doch soweit als möglich entspannt gehen. Zunächst hatten wir vor, die Replik auf einem Anhänger zu transportieren. Die Vorstellung jedoch, mit einem 10 Meter langem und 2,5 meter breiten langem Gefährt klappernder weise durch die Baustellen um Köln zu fahren, brachte mich dann doch zum Schwitzen. Und wieder einmal 7,5 to zu fahren, war irgendwie spannender.

Fixing the Original

Sauber fixiert und mit Decken abgefedert ist schon halb und gut angekommen. Links rund rechts passte aber gerade nur noch ein Schuh rein.

2 Guys on the way…

Er wars!

On the way in the Lorry

Gefederter Sitz, kreischendes Radio, rechte Spur, Drehzahlbegrenzer bei 90 und Elena fotografiert. Dankeschön noch mal.

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Hier wollen wir rein!

Arriving in Bonn

Länger als gedacht und schon was spät dann vor dem Haupteingang des Haus der Geschichte in Bonn. Wr hatten uns den Besucherfreien, aber nicht arbeitsfreien Tag des HdG ausgesucht. Montags ist hier der Hauptarbeitstag, alle Präsentationen sind aktiv und laufen im Loop. Es tönen die Lieder…

Erfahrung aus dem Abbau haben wir gewonnen

Das Portal weit auf, wieder auf die Rollen und dann hinein. Aus der Erfahrung, die wir bei der Abnahme des Originals gewonnen hatten, konnten wir schöpfen.

Entlang der deutschen Geschichte

Auf den Rollen ging es dann bis hier her - vorbei an der deutschen Geschichte. Bis zur ersten Treppe war es nicht mehr weit. Die ständige Ausstellung im HdG ist wirklich gespickt mit sehr authentischen Installationen. Da lohnt sich für jeden interessierten mal ein Besuch. Der Eintritt ist zudem kostenlos - wo gibt's denn das noch?

Behutsam durch die Ausstellung

Die Rollen ab und zu sechst war es dann ein einfaches bis zur Installationswand.

Vorbei am T34

Hier wären wir dann auch nicht mehr rollend vorbeigekommen. Mahnend steht hier der T34 im Umfeld der 50er Jahre. Hier gehört dann auch unser Objekt hin. An der Wand sind die Haltepunkte zu erkennen. Die beiden oberen haben wir ebenso nachgearbeitet, denn die Originalen sind ebenso wieder in Bremen.

An dieser Wand soll es hängen…

Jetzt war vorbei mit Reden, hier mussten wir hoch. Die Arme wurden lang gemacht. Ein paar Kratzer an der Wand gab es dann wohl, jedoch zum Glück auch noch Originalfarbe zum ausbessern. Und da die Wand auch leicht strukturiert ist, war dies nicht so tragisch.

Kerningprobleme

Leichte »Kerningprobleme« wurden dann ebenso noch nachgebessert. Aber schon jetzt und hier war abzusehen, wie gut sich die Replik an der Wand macht.

Tanzschritt am Rollgeruest

Marcus mit einem flotten Tanzschritt beim Aufbau des Rollgerüst. Auch das kannten wir ja schon vom Abbau und das Gefühl, auf diesem in 7 meter höhe zu stehen…

Replik an der Wand an Haltepunkten

Jetzt werden die Fotos hochkant. Wir wollten ja auch hoch hinaus. Noch mal richtig in die Hände gespuckt und gemeinsam das gute Stück in die zwei oberen Hacken gehängt. Die unteren sind nur zur Fixierung an der Wand angebracht - also ohne statischen Charakter. Die ganze »Häuserwand« besteht aus einer verputzten Gipskarton-Ständerkonstruktion. Die beiden oberen Haltepunkte wurden mit einer Vierkantrohr ca. 80 mm auf Distanz verschraubt. Das musste jetzt passen!

Die Spanngurte am Replik werden geloest

In die vorhandenen oberen Löcher im Rahmen hatten wir uns zur Sicherheit Spanngurte in 4 Ösen gesetzt. Damit wollten wir in die Konstruktion Halt bringen und diese am Rollgerüst fixieren.

Fixage mit zwei Unterlegkeilen. Passt.

Hängt, aber passt nicht. Warum? Beim Original gab es auf der rechten Seite zwei hölzerne Unterlegkeile. Damit wurde die rechte Seite leicht angehoben. Unser Außenmaß entsprach den Vorgaben, jedoch saß jetzt der gesamte Rahmen auf den unteren Haken auf und oben gab es ca. 10 mm Luft. Wir haben dann in das obere L-Profil zwei kleine Vierkanthölzer und zwei Keile eingelegt, kaum sichtbar und die Schrauben fest angezogen. Passt.

Anerkennender Blick vom Chefrestaurator Herrn Lierz

Dem kennenden Blick von Herrn Lierz, dem leitenden Restaurator des HdG, konnten wir seine Zufriedenheit schon jetzt anmerken. Jetzt noch die letzten leichten Korrekturen. Beim Transport und bei der Hängung ist jedoch weniger verrutscht als gedacht.

Entspannung in den Schultern

Auch bei uns entspannten sich jetzt wieder die Schultern. An die Höhe gewöhnte ich mich jetzt auch…

Noch ein letztes Mal die zarten Versalien streicheln - Liebes-Lettern

Noch ein letztes Mal die zarten Versalien streicheln… Ich möchte zum Abschluß hier noch diesen wunderschönen »Blindtext«, sozusagen als Ode an unsere Arbeit, einbringen. Schlummert seit dem November 1995 auf unseren Rechnern und wird immer schön von Generation zu Generation mitmigriert… Die Urheberschaft liegt wohl bei einem ehemaligen Wettbewerb einer Agentur in HH und hat mich immer wieder erfreut!

Liebes-Lettern. Wie beiläufig, beim Umblättern der Buchseiten, habe ich Dein B berührt. Man hatte Dich mir als Type geschildert, der man in allen Bibliotheken begegnet: sehr belesen, doch eher unscheinbar, von etwas altmodelnder Art. Mir aber gefiel Deine Anmutung, kleine Antiqua. Nicht zu verschweigen Deine weiblichen Rundungen, Deine Os und Dein verlockendes V, das sich mit deutlichem Duktus durch das feine Dünndruckpapier wie in seidenen Dessous abdrückte. Mein Puls beschleunigte seine Frequenz. Wieder wollte ich Dich berühren. Und konnte kaum den Windstoß erwarten, der meine Textseite zu Dir zurückblies. Was nur sollte ich sagen, während Du mich mit Deinen ausdrucksvollen As ansahst? Vielleicht zunächst ein sachliches Gespräch über die Vorzüge der Links- oder Rechtsbündigkeit mit Dir beginnen. Ganz unauffällig konnte ich so Deine schlanken Ober- und Unterlängen studieren und den Anblick Deiner zierlichen Füßchen und Serifen genießen. Nach einer gewissen Laufweite faßte ich mir ein Herz, Dich zu einem Zwiebelfisch-Imbiß einzuladen. Wir schlürften alten Linotype-Wein aus schlanken Versalien. Und unsere Gefühle wurden tiefer, unsere Haltung kursiver. „Ach, ich wünsche mir“, hauchtest Du, „einen süßen, kleinen Schusterjungen von Dir.“ „Hoffentlich“, dachte ich, „wird es kein Hurenkind!“

R ist schraeg

Das R hing schon am Original schräg. Sollte ja auch wieder so sein. Also noch mal nachjustiert.

Haengt.

Noch der letzte Blick auf die Arbeit. Das bleibt unser Geheimnis, das hier jetzt das Original hängt und in Bremen die Kopie;)

Marcus und Roger und Elena - Cпаcибо

Hunger stellte sich ein. Brötchen oder die Kantine der Bundesnetzagentur? Es gab Tagliatelle und auf der Heimfahrt nach Bonn einen seeehr langen Stau auf der A59 zurück nach Wuppertal. Aber das konnte unsere Laune nicht verderben. Die Arbeit war wirklich fertig und alle zufrieden.
Schönes Gefühl.

Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten. Zunächst natürlich einmal an Marcus, den ich mit meinen unbekannten Variablen nicht aus der Ruhe bringen kann. Kommt bald sicher wieder etwas Überraschendes. Dann natürlich auch an Carin, die uns immer wieder aus der Kältestarre mit Zauberbroten oder mit pfannengrossen Leckereien gerettet hat.
Danke auch an Ralf und Lutz, die ich im Vorfeld der Arbeit mit meinen Fragen gelöchert habe. Cпаcибо an Elena für die Fotos.
Und zum Schluß, aber eigentlich am Dollsten, danke N&M. Die wissen schon wofür.

Zur Vorgeschichte:
In Bremen steht das 1909 erbaute und im Krieg teilzerstörte Deutsche Haus in Bremen mit der Inschrift: »Gedenke der Brüder, die das Schicksal unserer Trennung tragen!« Diese Mahnung des ehemaligen Bürgermeisters Wilhelm Kaisens auf dem denkmalgeschützten Haus ist seit 1955 auch nach der Wiedervereinigung erhalten geblieben. Diese Inschrift wurde im März 2011 für ein Jahr an das Haus der Geschichte in Bonn verliehen und Mitte April 2012 zurückgegeben und am 10. Mai 2012 in Bremen wieder aufgehängt.

EPPURE
SI VOLTA!

eppure si volta

»Mit volta:bene gehört die Aufmerksamkeit des Musikers endgültig nur der Musik.
Mit einem schlichten Druck auf ein Pedal endet das Problem, welches Musiker auf der ganzen Welt seit Jahrhunderten kennen: Das Umblättern ihrer Noten.
Schluß mit den kleinen Pannen, wenn die Seiten vom Notenständer rauschen. Schluß mit überformatigen und zeitaufwendigen Collagen. volta:bene blättert nacheinander beliebig viele Seiten – geräuschlos und in sekundenschnelle.
So haben Musiker beim Spielen Kopf und Hände frei.«



Das Blatt wird gewendet.
ProductDesign »volta:bene« Der Notenblattwender


»volta:bene« Der Notenblattwender

Design »volta:bene« Der Notenblattwender
Design »vedi:bene« Die LED-Leuchte für Klavier und auf dem Schreibtisch.
Moulding build in Italy / Processor build in Aachen / Assembled in Duesseldorf
2.000 Pieces sold all over the world / 500 exclusive in Japan for APAC-Market

Roger Bröchler
Preisträger des Wirtschaftsmagazines DMEuro
Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD)
Existenzgründer-Wettbewerb »Fit for Boss« 2003
Nominiert zum »Mutmacher-der-Nation«
www.voltabene.de

*Mit dem Musiker Raffaele Di Raimondo.

Short Film about the function of volta:bene
(Video cadman.de)

2002-2005
Gründung und Geschäftsführung* der forma:bene GmbH, Düsseldorf
Ideenentwicklung, CorporateDesign, Skizzen und Renderings, 3D - Renderings, Fotorealistische Darstellung, Modellbau, Prototyping, Engineering der Funktionsabläufe, Patentierung, Produktionsüberwachung, Marketinganalyse, VentureCapital, Steinbeis-Gutachten, Adressdatenbank, Musikmesse Frankfurt Messestand, Katalog, Bedienungsanleitung und Webseite, POS, Online und Offline Distribution
www.voltabene.de

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My Graphic
MORE ARTS

Roger Bröchler
Roger Bröchler

»we love paper«


»SEHSUCHT
ПРИСТАЛЬНОЕ СМОТРЕНИЕ. ЗЕЙЗУХТ«

Video und Fotoarbeiten von 9 Studenten der Düsseldorfer Kunstakademie vom 11.07. bis 20.08.2012
Loft Projekt Etagi, Ligovsky Prospekt 74, St. Petersburg
Exhibition in Collaboration with
fine-european-arts.com

Video und Fotoarbeiten von 9 Studenten der Düsseldorfer Kunstakademie vom 11.07. bis 20.08.2012
Loft Projekt Etagi, Ligovsky Prospekt 74, St. Petersburg


»…nach Glamour«

Eine künstlerische Analyse zu der aktuellen Entwicklung in der russischen Gesellschaft von Natalia Gershevskaya und Jewgenija Tschuikowa.
KIT -Kunst im Tunnel, Düsseldorf
Exhibition in Collaboration with
fine-european-arts.com

Eine künstlerische Analyse zu der aktuellen Entwicklung in der russischen Gesellschaft von Natalia Gershevskaya und Jewgenija Tschuikowa.


Gemeinschaftsausstellung »et-in-barbaria-ego«

mit Milivoj Bijelić, Roger Bröchler, Margret Eicher, Claudia van Koolwijk, Edith Oellers, Petra Wunderlich, Felix Baltzer, Jörg Eberhard, Birgit Hübner, Heather Irons, Rainer Plum, Werner Reuber, Nikola Ukic, Leon Zakrajšek, Jindřich Zeithamml
CONSUM, Düsseldorf
Roger Bröchler Performance »DaCapo«
Texte Jiri Kolar
23 Notenblattwender »volta:bene« auf 23 Notenständer
http://et-in-barbaria-ego.de/

Gemeinschaftsausstellung im CONSUM, Düsseldorf


GründungsMitglied in »E.I.B.E. e.V«
www.et-in-barbaria-ego.de


2007
Künstlerische Zusammenarbeit mit Josef Snobl, Köln
Produktionen für Ausstellung »Wir Unvollendeten«
Projekt »Kreuzung an Sankt Helena«, Bonn-Nordstadt


muralefotografie

2004 - 2007
Kunst im öffentlichen Raum
»Muralefotografie« in der Hüttenstrasse, Aachen Rothe Erde
Künstlerische Zusammenarbeit mit Josef Snobl, Köln
»denk-mal-pfad«, Fotografien an die Hauswände der Häuser gearbeitet
Gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen (Soziale Stadt NRW) und der Stadt Aachen
12.10.2007 Enthüllung der Arbeiten
www.muralefotografie.de

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Nach der abschliessenden Pressekonferenz am 25.04.2007 im Stadtteilbüro Aachen Ost mit einem Entwurf der Hausfassaden
Standort am Madrider Ring, Einfahrt zur Hüttenstraße, Aachen Rothe Erde
Stephanie Dormann, Stadtteilbüro Aachen Ost, zuständig für Planung, Infrastruktur, Verkehr, Wohnen, Umwelt und Frauen
Gisela Nacken, Umwelt- und Planungsdezernentin der Stadt Aachen
Roger Bröchler, Designer
Josef Šnobl, Künstler
v.l.n.r.

Zur Geschichte:
Der Raum Aachen war einmal ein bedeutendes Zentrum der deutschen Frühindustrialisierung. Hier blühte bereits eine vielseitige Industrielandschaft, als man im Ruhrgebiet gerade erst anfing, mit den neuen Wirtschaftsformen zu experimentieren. Auf der Grundlage der natürlichen Standortvorteile wie Bodenschätze und Gewässerreichtum, sowie mit der tatkräftigen Unterstützung ausländischer Ingenieure und Investoren, entstand hier u.a. der Aachener Hütten-Aktien-Verein Rothe Erde. Gegründet 1845/46 entwickelte er sich schnell zum Zentrum eines Konzerns mit Hochöfen, Stahlwerken, Zechen und verarbeitenden Betrieben. Bedeutende technische und wirtschaftliche Impulse gingen von hier aus. Die hiesigen Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmten gemeinsam mit den Stahlbaronen im Ruhrgebiet auch über Preise, Einfuhrquoten und Produktionsmengen. Wenn es sein musste, reichte ihr Einfluss bis nach Berlin.
Und als bedeutendster Arbeitgeber sicherte die Hütte rund tausend Familien eine bescheidene Existenz, die diese aber zu keiner Zeit geschenkt bekamen.
Streiks erschütterten das Werk und seine unmittelbare Umgebung.
Die Arbeiter solidarisierten sich. Gewerkschaften kämpften für höhere Löhne und mehr Rechte.
Und noch über die endgültige Schließung im Jahr 1926 hinaus prägte das Werk die Gesellschaft. Nämlich mit Massenarbeitslosigkeit und der Verarmung ganzer umliegender Gemeinden und Stadtteile. Später siedelten sich immer wieder neue Unternehmen an.
Doch Rothe Erde blieb, was es war. Eine Region, deren Entwicklung engstens mit dem Auf-und-Ab der ansässigen Industrie verknüpft ist.

Das Projekt »Aachen Rothe Erde - Kunst in der Hüttenstraße Die Hüttenstraße schlängelt sich auf ca. 500m Länge zwischen Berliner/Madrider Ring und Ostviertel. In der Straße befindet sich eine Kirche ohne Pfarrer, eine Grundschule und viele Häuser verschiedener Epochen. Die Straße grenzt an zwei großen Werke, die Philips Industriepark Rothe Erde GmbH und die Continental AG, Werk Uniroyal Aachen. Die Hüttenstraße ist übersichtlich und voller Geschichte. In der Ausschreibung der Stadt Aachen mit dem Titel »Kunst in der Hüttenstraße«, sollte die Geschichte mit der Gegenwart verschmelzen, die Straße visualisiert und in Form eines »Denk-Mal-Pfades«, der auf 4 Jahre aufgelegt ist, realisiert werden. Obwohl so alt, befinden sich in der Straße nur wenige Häuser, die an das Vergangene erinnern oder denkmalgeschützt sind. Viele Lücken geben einen freien Blick auf leere Wände, blinde Mauern der Häuser, die ab und zu von einer Werbefläche mit wechselnden Reklame gefüllt ist. Unser Projekt »Murale Fotografie« arbeitet mit diesen Wänden, die ungewöhnliche, monumentale Erzählweisen bieten. Der Begriff »Muralismus« entstand nach der mexikanische Revolution von 1910-17 mit sozial und politisch engagierter Wandmalerei. Führende südamerikanische Protagonisten waren die Maler Rivera, Orozco und Siqueiros. Zeitweise ist diese Bewegung in Vergessenheit geraten, heute erlebt sie wieder eine Art Renaissance, agiert vernetzt und global in der ganzen Welt, wenn auch die politische oder soziale Wirkung nicht so im Vordergrund steht. Das Projekt »Murale Fotografie« ist an den Muralismus angelehnt und arbeitet mit Fotografie auf modernen Materialien, die auf die Wand gearbeitet werden können und eine neue visuelle Erfahrung ermöglichen. Die Bilder verbinden die geschichtliche Vergangenheit mit der menschlichen Existenz der Gegenwart und dokumentieren das Leben in der Straße. Wie ein roter Faden ziehen sich die Bilder von Haus zu Haus und erzählen eine Legende, eine gefundene Geschichte oder spiegeln das gegenwärtige Leben wieder. Die vorliegenden Entwürfe bieten eine optische, formale Lösung. Sie zeigen, wie eine murale Fotografie in Kontext der Straße wirken könnte. Das Verständnis der Eigentümer und ihr Sinn für die Geschichte war die Voraussetzung der Realisation, denn sie tragen die Verantwortung nicht nur für ihr Haus, sondern auch für die Wirkung der ganzen Straße. Die Häuser sind stille Zeugen der Vergangenheit, sie hüten in ihren Mauern verborgene Schätze an Energien, die bis in die Zukunft wirken. Diese Schätze aufzuspüren und in die Bilder umzusetzen war unser Ziel. Die Bilder sollten heiter und fröhlich sein, ohne kitschig zu wirken. Das Projekt sollte nicht über die Menschen, sondern in aktiver Zusammenarbeit mit den Menschen entstehen. Wir erhielten viele Anregungen und Ideen, die jeder Einzelne in das Projekt eingebracht konnte. Teilen Sie uns weiterhin Ihre Anregung im Gästebuch mit oder schreiben Sie uns eine Mail. Wir danken für die vielen anregenden Gespräche und Begegnungen und hoffen auf weiterhin rege Kommunikation.
Am 12.Oktober 2007 feierten wir die Enthüllung der Arbeiten.
Roger Bröchler Josef Snobl November 2007

Kunst im öffentlichen Raum
muralefotografie ist ein Projekt der Roger Bröchler & Josef Snobl GBR

Die Arbeiten wurden mit der Enthüllung am 12.Oktober 2007 abgeschlossen. Über die Enthüllung gibt es auch einen privaten Film von Maria und Günter Keusen. Lieben Dank noch für diesen Film. Die Arbeiten hängen nun sichtbar für mindestens vier Jahre an den Wänden der Hüttenstraße, Aachen Rothe Erde. Eine gedruckte Dokumentation über das Projekt haben wir fertiggestellt, diese kann auf Anfrage bei uns bestellt werden.

muralefotografie entstand in Kooperation mit dem Stadtteilbüro Aachen-Ost und der Stadt Aachen im Rahmen des Förderprojektes »Soziale Stadt NRW«

2006
Künstlerische Zusammenarbeit und Produktion mit Vikentij Nilin, Moskau
»Artist in Residents« Düsseldorf
Produktion zur Foto-Ausstellung »Wandelndes Blatt«, Kunstraum Düsseldorf - Atelier Am Eck, Vikentij Nilin in co-operation with Sergey Shoutov, Dusseldorf 23.06.2006

2004
Gemeinschaftsausstellung »Von Festung zu Festung«
im Rahmen der Italienisch-Deutschen Kunst- und Kulturwoche im Hochbunker Köln-Ehrenfeld
mit Robert Lang, Nicoletta Freti, Dominik Böhringer, Marina Calamita, Angelika Wittek, Lucilla Ragni, Luciano Sansone, Gabriele Chiovoloni, Christa Manz-Dewald, Katharina Ortleb, Odo Rumpf, Anja Schindler, Paolo Moretto, Ulrike Oeter, Josef Snobl, Stefano Peressini, Danilo Fiorucci, Sandford & Gosti
Roger Bröchler Performance »DaCapo«
https://vimeo.com/95753822
Texte Jiri Kolar
23 Notenblattwender »volta:bene« auf 23 Notenständer

2004
Künstlerische Zusammenarbeit mit Milivoj Bijelic
»EURHASIEN«

2004
Künstlerische Zusammenarbeit mit Milivoj Bijelic
»Et in Barbaria Ego«

2004
Künstlerische Zusammenarbeit mit Milivoj Bijelic
»wir sind e.go!«

2003
»Chevalier d’Eon« im Museum Kunstpalast, Düsseldorf
Winterausstellung 2003/2004
www.d-eon.de

2003
Künstlerische Zusammenarbeit mit Milivoj Bijelic
»Chevalier d’Eon«
Präsentation bei e.on, Düsseldorf mit Dr. Blazenka Perica
Multiples > Kerzen, Tischdecken, Kerzen, Bierdeckel
Vernissage Malkasten Düsseldorf, 18.11.2003
www.d-eon.de

2001
Künstlerische und technische Zusammenarbeit mit Niels Schabrod, Düsseldorf
Kinosequenzen in Umsetzung für DiaSec-Verfahren
»Ghost Dog«, »SeanConnery«, »Catherine Deneuve«

2000
Künstlerische und technische Leitung mit Susanne Fasbender, Düsseldorf
Videoskulptur »Bildverinnen« im Kunstmuseum Düsseldorf
mit der Komposition »Unwritten Page« von Antoine Beuger

2000
Konzept und Performance in Galerie Alex 18, Düsseldorf
»EROS & CHAOS«. Kuratorenschaft und Präsentation mit Tanz, erotischem Schmuck,
Fotos, Feuerwerk, Video und erotischen Wortbeiträgen

1996
Lehmbruck Museum, Duisburg
Ausstellungsbetreuung Dani Karavan

1996
Künstlerische Zusammenarbeit und Katalogproduktion mit »Ans Swart«, Amsterdam.
Katalog und Performance in der Amsterdamer Diamantenbörse

1989
Aufenthalt in Auch/Gascogne in Zusammenarbeit
mit dem tanzhaus nrw e.V. und dem Institute Francaise.
Fotodokumentation und Design zur Aufführung »Vater Rhein«
Choreografie Gerard Laffuste, Jean-Michel Lancome, Plume Fontaine, Jutta Sikatzki, Helga Dürr


muramor
Design Brand Art Consultant

Roger Bröchler

Roger Bröchler
Kronprinzenstraße 55
40217 Düsseldorf
0170 [strich] 2840161

info [at] muramor.de
www.muramor.de

»EPPURE SI VOLTA«



Am Anfang war Licht.


2002-2005
Gründung und Geschäftsführung der forma:bene GmbH, Düsseldorf

2001-2003
Dozent der DAMK Düsseldorfer Akademie für Marketing-Kommunikation e.V.

2003
volta:bene Der Notenblattwender
Preisträger des Wirtschaftsmagazines DMEuro
Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD)
Existenzgründer-Wettbewerb »Fit for Boss«
Nominiert zum »Mutmacher-der-Nation«

1989
Gründung Verlag Roger Bröchler
Produktion »Freizeit in öffentlicher Hand«
Behördliche Jugendpflege in Deutschland von 1900 bis 1980
Dissertation von Brigitte Naudascher, Karlsruhe

1983-1993
Gründung und Geschäftsführung der Projektagentur
Fox Gesellschaft für Kommunikation mit Detlef Dürre
Kunden swatch, EP:ElectronicPartners, WACOM, Stadtwerke Düsseldorf
www.foxkom.de

Studium an der FH Düsseldorf
FB Visuelle Kommunikation
Prof. Gerhard Meussen
Prof. Hans-Georg Lenzen
Prof. Helmut Schmidt-Rhen
Schwerpunkt Typografie, Fotografie, Architektur und Design